• beateerhard

Besuch beim Tierheim in Spanien

Regelmäßig besuchen wir oder Partner unseres Hilfsprojekts in Spanien das Tierheim von Encarna, um sich einen aktuellen Überblick über die Situation dort zu verschaffen. Zurzeit reisen Carmen und Julia Choi vom Tierhilfsnetzwerk Europa durch Spanien und haben auch beim Tierheim Stop gemacht.

Vor knapp 1,5 Jahren war Julia Choi zum ersten Mal hier und die Situation schien ziemlich hoffnungslos. Heute fällt ihr beim Betreten des Tierheims sofort auf was sich verändert hat: Über 100 Hunde sind schon in ein neues Zuhause vermittelt, das bedeutet das die die noch hier sind mehr Platz haben, die Zwinger und Gehege sind nicht mehr so überfüllt und der Lärmpegel hat abgenommen.

Dafür ist ein neues Problem aufgetaucht: Das spanische Veterinäramt verlangt das bis Ende des Jahres nur noch 50 Hunde - von derzeit etwa 150 - im Tierheim sind. Sonst werden die "Überzähligen" in städtische Tierheime gebracht. Das heisst: in Tötungen, in denen sie nach kurzer Zeit eingeschläfert werden. Diese Ankündigung bereitet sowohl Encarna und Anna wie auch uns in Deutschland zunehmend schlaflose Nächte.

Jeder, wirklich jeder Hund der auf eine Pflege- oder Endstelle kommt und das Tierheim verlässt, bringt uns also einen Schritt weiter und sorgt für den Verbleib der anderen in Sicherheit.

Leider ist kürzlich aus unserem Netzwerk der TSV Garafia aus der Vermittlung bei Encarna ausgestiegen. Das heißt, die Podencorosa und der TSV Neuss versuchen nun die Vermittlungen alleine zu stemmen. Das Netzwerk, das Julia vom Tierhilfsnetzwerk Europa geknüpft hat, funktioniert ansonsten prima. Ein Verein alleine könnte eine solche Hilfe nicht stemmen. Wenn ein Partner ausfällt, sind die anderen noch an Bord und können zunächst alleine weitermachen.

Dennoch braucht das Spanienprojekt für Encarna schnellstmöglichst Unterstützung. Wir hoffen, dass wir schnell einen Verein oder ein Tierheim finden, die uns bei der Aufgabe hilft, möglichst viele Hunde nach Deutschland zu bekommen. Wer eine Idee hat, bitte melden bei Astrid Weitz oder Sabrina Schenk vom TSV Neuss. Wir sind dankbar für jeden Tipp!

Kommen wir wieder zu den positiven Nachrichten: Seit kurzem gibt es zwei neue großartige Helfer. Conny und Thilo, ein deutsches Ehepaar das seit einigen Wochen in Spanien lebt! Die beiden packen etwa zweimal in der Woche mit an: füttern, Futter vorbereiten, sauber machen, kleine Reparaturen, Wasser verteilen. Das ist eine riesengrosse Hilfe für Encarna!

Somit waren Carmen und Julia inklusive Anna und noch einer Bekannten bei dem Besuch zu siebt - ein Novum in dem Tierheim! Alle legten los und nach ein paar Stunden war das Futter für mehrere Tage vorbereitet, die Futterkammer aufgefüllt, die Ausläufe und Gehege sauber, Wasser aufgefüllt und viele Hunde geknuddelt und mit Leckerchen versorgt. All das macht Encarna meistens in einem 12 bis 14 Stunden-Tag alleine!

Der Besuch vom Tierhilfsnetzwerk Europa lernte mehrere Hunde kennen, die dringend medizinische Behandlungen brauchten: einen mit einem Tumor unter dem Bauch, der operativ entfernt werden muss und auch unser Wonneproppen Leona wird weiterhin Medikamente brauchen. Die Kosten haben einen erheblichen Teil ihrer Reise-Spendenkasse verbraucht.

Im Tierheim befinden sich übrigens neun Schäferhunde. Sollte jemand Kontakte zu einem Verein haben der sich auf diese Rasse spezialisiert hat und evtl helfen würde freue ich mich auch hier über einen Tipp.

Die Hunde aus Spanien sind in Deutschland gut angekommen.

Trotz der Sommerferien haben wir es dank netter Tierfreunde geschafft einige Hunde in Pflegefamilien unterzubringen. Alle Hunde suchen nach Ankunft Ende Juli ihr eigenes Zuhause bei liebevollen Menschen. Alle Hunde findet Ihr wieder auf unserer Homepage mit Steckbrief und Fotos.

Sieht finanziell echt übel aus diesen Monat beim Spanienprojekt. Es war schwierig und wird auch noch schwieriger, denn wir haben bisher nur je eine Patenschaft für zwei halbe Reisetickets gefunden. Auch wenn wir diesen Monat nicht für alle Hunde rechtzeitig Reisepaten finden, dürfen die Hunde reisen. Allerdings wird es sehr, sehr eng. Wenn dann noch Tierarztkosten auf das Projekt zukommen sollten, können wir einpacken.

Unsere Kollegin Sabrina Schenk steht zum 4. Mal auf dem Flohmarkt und hoffe, daß viel Trödel verkauft wird und somit noch etwas in die Reisekasse fließen kann.

Wer das Projekt unterstützen kann und möchte, ohne Hilfe von Spenden können wir nicht helfen.

Die Reisekosten pro Hund kosten derzeit um die 100 Euro plus Mwst und werden sich im September erhöhen. Jeder noch so kleine Betrag hilft.

Ein junger Schäferhund hatte noch im letzten Moment Glück: Die kleine Grace ( 4 Monate etwa) kommt in der Nachbarschaft vom TSV Neuss zur Pflege unter. Unser Sonnenscheinchen! wir freuen uns total für die Maus.

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