Schluss mit Tierversuchen

SOKO Tierschutz ruft am 16.11.2019 zur Großdemo in Hamburg auf. Skandal-Tierlabor LPT in Hamburg macht erstes Tierversuchslabor dicht. Tierschützer fordern JETZT Rettung der Versuchstiere

Nach der Aufdeckung von massiven Rechtsbrüchen, Tierquälerei und dem Verdacht auf Betrügereien in den Tierversuchslabors des Hamburger LPT-Konzerns und den größten Protesten gegen Tierversuche der deutschen Geschichte, steht das Labor für Affen, Hunde und Katzen in Mienenbüttel bei Harburg vor der Schließung. Nach dem Abschluss einer großen Affenstudie der Firma Merck soll das Labor dicht gemacht werden. Damit würden fast 60 Jahre Grausamkeiten an diesem Ort enden. Aktuell lässt das Tierversuchslabor alle übrigen Affen zu einem Großhändler in die Niederlande schaffen. Das Schicksal der anderen Tiere ist unklar.

SOKO Tierschutz, Cruelty Free International, der Hamburger Tierschutzverein und ein Bündnis, dem sich auch zahlreiche Tierschutzvereine des Deutschen Tierschutzbundes angeschlossen haben, fordern die Übergabe der verbliebenen Tiere an den Tierschutz. "Es gibt für jedes Tier einen Platz. Die Zivilbevölkerung wird nicht zulassen, dass diese Tiere, die im LPT teilweise seit vielen Jahren leiden, verschachert oder getötet werden", so Friedrich Mülln von der SOKO Tierschutz.

Das LPT versucht mit diesem Manöver auch von den anderen Standorten in Neugraben Hamburg und Löhndorf in Schleswig-Holstein abzulenken und hofft, dass die Quälerei dort an Kaninchen, Meerschweinchen, Mäusen, Ratten, Schweinen und Fischen weitergehen kann. "Das werden wir nicht zulassen. Ich frage mich, wann die Staatsanwaltschaft endlich Konsequenzen zieht. Seit Wochen können Beweismittel verschwinden und die Staatsanwaltschaft wartet ab. Das ist ein Skandal, der nicht nur Tiere, sondern auch Menschen in Gefahr bringt", sagt Mülln. Am Samstag werden zahllose Menschen aus ganz Europa erwartet und die Untätigkeit der Politik und die Unfähigkeit der Behörden anklagen. Ziel ist die Schließung aller drei Tierlabore des LPT und ein Ende der sinnlosen, grausamen und veralteten Tierversuche

Rund 3 Millionen Tiere sterben jährlich im Tierversuch. Die Organisation "Ärzte gegen Tierversuche" fordert von der Politik, endlich die Notbremse zu ziehen. Versuche an Tieren sind nicht nur aus ethischen Gründen abzulehnen, sondern vor allem auch, weil sie irrelevante, nicht übertragbare Ergebnisse liefern. Die Organisation "Ärzte gegen Tierversuche" hat eine Liste mit Adressen von rund 700 #Tierversuchseinrichtungen in 95 Städten veröffentlicht. Die komplett aktualisierte Liste ist einzigartig in Deutschland. Die Ärzte beklagen, dass von offizieller Seite Informationen hierzu weitgehend geheim gehalten werden.

Das Bundeslandwirtschaftsministerium gibt jedes Jahr eine Statistik zu den bundesweiten #Tierversuchszahlen heraus. 2.807.297 Tiere sind demzufolge im Jahr 2017 in Tierversuchen verwendet worden, es ist kein Abwärtstrend in Sicht. "Wir sehen es als unsere Aufgaben an, Licht ins Dunkel zu bringen und die Öffentlichkeit zu informieren", so die Organisation. Dazu hat sie eine Internet-Datenbank eingerichtet (www.aerzte-gegen-tierversuche.de/datenbank-tierversuche), in der Beschreibungen von Tierversuchen dokumentiert werden, die in Fachzeitschriften publiziert wurden.

Doch das ist nur die Spitze des Eisbergs! Auch die rund 3 Millionen Tiere, die jährlich im Tierversuch leiden und sterben beinhalten noch nicht die wirbellosen Tiere und die Tiere, die in der "Vorratshaltung" bereits getötet werden oder beim Transport sterben. Auf eine Anfrage an die zuständigen Behörden in den Bundesländern bzw. Regierungsbezirken haben nur wenige eine Übersicht der #Tierversuchslabore zur Verfügung gestellt und diese waren zudem meist eher allgemein gehalten. Ferner sind Stellenangebote für Tierexperimentatoren in die Liste eingeflossen.

Die Organisation fordert von der Politik, endlich die Notbremse zu ziehen. Versuche an Tieren sind nicht nur aus ethischen Gründen abzulehnen, sondern vor allem auch, weil sie irrelevante, nicht übertragbare Ergebnisse liefern.

Über 95 % der am Tier als sicher und wirksam getesteten neuen Medikamente finden am Menschen keine Anwendung, vor allem, weil sie nicht wirken oder fatale Nebenwirkungen haben. Ein Drittel der restlichen höchstens 5% wird nach einer Langzeitanwendung mit einem schwarzen Dreieck versehen oder wieder vom Markt genommen, weil die Medikamente schwere Nebenwirkungen hervorrufen.

Jede Spezies reagiert anders.

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