top of page

Zu Besuch in Rumänien

Aktualisiert: 2. Nov. 2023

Wir haben uns wieder aufgemacht - zum 2. Mal in diesem Jahr - um uns vor Ort in Bukarest ein Bild von der Situation der Tiere und der Arbeit des dortigen Tierschutzes zu machen. Natürlich wollen wir auch schauen, welchen Tieren wir helfen und diese dann zu uns nach Deutschland holen könnten, um ihnen hier einen Start in ein neues Leben bei tierlieben Menschen zu ermöglichen.


1. TAG

Katzen gestreichelt, einige krasse Notfälle in Augenschein genommen


Nach einer schlaflosen Nacht (der Transport hatte einen Motorschaden und 12 Stunden Verspätung) sind wir um 5 Uhr Richtung Flughafen aufgebrochen. Um 11 Uhr Ortszeit sind wir in Bukarest gelandet, Auto abgeholt, Getränke gekauft und ab Richtung Tierheim.


Der Zustand, in dem manche Katzen in die Klinik kommen, ist sehr erschreckend. Wir werden morgen detailliert Notfälle beschreiben und über deren Schicksal berichten.

Auch Personell hat hier der Engpass voll zugeschlagen, es kümmern sich zwei Pfleger um 100 Hunden und ca. 80 Katzen. Es ist eine Mammut Aufgabe und dabei schwierig, allen Tieren so gerecht zu werden, wie sie es verdienen. Gerade die FIV positiven Katzen benötigen -eigentlich- besonders viel Pflege und Aufmerksamkeit, das Fell ist durch schlechte Zähne oft arg in Mitleidenschaft gezogen und auch der Gesamtzustand schlägt hier so schnell um, dass es schwer ist, hier Schritt zu halten.


In stressfreier Umgebung eines Privathaushaltes und mit optimaler Futterversorgung sind die Katzen deutlich gesünder als in einer Gruppe von über 20 Katzen. Leider gibt es auf bei uns nur wenige Menschen, die bereit sind, sich dieser Aufgabe zu widmen. So kämpfen wir nach und nach um jedes einzelne Tier.

Auch heute waren wir - wahrscheinlich gepaart mit unserer eigenen Müdigkeit- sehr erschüttert. Allerdings sind das die Momente, in denen wir begreifen, warum wir hier weiter dringend für die Tiere

da sein müssen. Jetzt fallen wir erstmal ins Bett und morgen ist ein neuer Tag.



2.TAG

Katzen Katzen Katzen und Hundespaziergänge



Heute haben wir die „Außenstelle“ von Lauras Tierheim besucht. Dort sitzen die 7 verbliebenen Katzen aus dem „Hochhausfall“, vier Birma-Mixe aus dem Messiefall und einige andere Katzen, die zum Teil unter Rasentrimmer gekommen sind, deren Besitzer verstorben sind und keiner sich kümmern wollte usw.

Man könnte endlos fortfahren ...





Megu und Mozart kamen heute in den Genuss eines Spaziergangs außerhalb des Tierheims. Beide Rüden haben es sehr genossen. Hoffentlich finden sich bald tolle Interessenten für die Beiden. Die Hunde haben das schöne Wetter genossen in den wenigen Minuten Ihres heutigen Freilaufs genossen. Insgesamt war es ein guter Tag für die Tiere und für uns






Morgen planen wir ins Public Shelter zu fahren. Die 1.400 Hunde müssen ein Gesicht bekommen. Sie leben unter höllischen Bedingungen.



3. TAG

Public Shelter Mihailesti



Heute haben wir das - wegen Überfüllung seit 2 Monaten geschlossene - Public Shelter von Bukarest besucht. Es ist eines von drei Einrichtungen für Straßen- und Fundhunde von Bukarest. Die Enge und der Lärm sind einfach unvorstellbar. Über 1.000 Hunde dicht gedrängt in Hallen, ein Mitarbeiter muss hier über 200 Hunde versorgen.

Eine Aufgabe, bei der keine Zeit für die Tiere bleibt, nur füttern und Zwinger ausspritzen. Die Hunde sitzen permanent im Nassen. Krankheiten verbreiten sich hier rasend schnell. Viele tolle Hunde warten dort - aufgrund nur weniger Adoptionen teilweise lebenslang - auf ein Zuhause.

Einige haben alles gegeben, um unsere Aufmerksamkeit zu bekommen. Nach unserem letzten Besuch im Frühjahr ist es zumindest für einige Hunde gelungen, Adoptanten in Deutschland zu finden. Das ist natürlich auch jetzt wieder unser Ziel.



Die Hündin auf dem Bild ist uns am Gitter hoch hinterher geklettert, nur damit wir sie mitnehmen. Wenn man nur immer könnte, wie man wollte. Wir suchen für sie daher dringend eine Pflegestelle, auch für ihre graue Kumpeline. Viele Hunde haben die kurze Aufmerksamkeit genossen, ein kleiner Lichtblick im tristen Grau des Shelteralltags.



Wir waren emotional wieder einmal sehr berührt und wussten nicht, wo wir zuerst hinschauen sollten. Gerne möchten wir mehr für die Hunde tun, aber dafür brauchen wir Eure Hilfe…


4. TAG Hundetag



Heute kamen die Hunde in Lauras Tierheim zum Zuge, jeder durfte einmal gekuschelt werden, Megu und Mozart waren gemeinsam spazieren. Das hat den beiden Prinzen nicht so gut gefallen, jeder hätte gerne die ungeteilte Aufmerksamkeit gehabt.

Der kleine Lucky trauert sehr um seine Freundin Lucy, da er nun alleine im großen Zwinger sitzt. Die Junghunde waren begeistert von Sonne, Gras und Freilauf.


Leider ist dafür nicht oft Zeit. Morgen werden wir das wiederholen. Auch die Katzen mussten natürlich beschmust werden. So langsam rückt der Abschied näher und wieder würden wir gerne mehr tun, als nur kurz hier zu sein. Jeder Hund und jede Katze im Tierheim hat ein gutes und sicheres Zuhause verdient.

Insgesamt war es ein ereignisreicher Tag mit tollen Tieren.


5. TAG

Katzen Katzen Katzen


Natürlich haben es Lauras Hunde genauso verdient, im Vordergrund zu stehen, aber dieses Mal haben uns die vielen Katzennotfälle so geflasht, dass wir beschlossen haben, ihnen heute noch einmal einen ganzen Post zu widmen.

Katzen sind in Rumänien auf einem noch deutlich niedrigerem Niveau als Hunde, keine Chance auf eine Adoption

und wie Parasiten angesehen. Oft schwer verletzt, unterversorgt und misshandelt


Wir haben heute alle „netten“ Katzen fotografiert, um ihnen eine Chance zu geben, gesehen zu werden. Alle sind kastriert, leben harmonisch in großen Gruppen und trotzdem darf es nur eine Übergangslösung sein. Ein Tierheim sollte niemals die letzte Station sein. Wir suchen daher immer tolle Pflegestellen, die sich vorstellen können, eine Katze aufzunehmen und ihr den Sprung ins neue Zuhause zu ermöglichen.

Wer noch ein Plätzchen frei hat, kann sich gerne melden unter info@tsv-neuss.de



32 Ansichten0 Kommentare

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen

Comments


bottom of page