Pino vor dem Tod in den Bergen bewahrt

Aktualisiert: 26. Okt 2020

Ende Januar erreichte uns eine Notfallanfrage aus Sizilien: Ein etwa 10 Jahre alter Rüde wurde in die dortige Hundeauffangstation (Canile) gebracht. Er stromerte einige Tage um das Postamt in einem Dorf herum und suchte nach Futter. Wir haben ihn Ende Mai nach Deutschland geholt, er war zunächst in einer Pflegestelle und hat jetzt sein neues Zuhause gefunden

In Italien werden immer wieder Hunde "auf der Straße" ausgesetzt. Sie werden letztendlich zu Streunern und landen dann irgendwann in einem Canile. Wenn sie nicht vermittelt werden können - was die Regel ist - werden sie nach sizilianischem Gesetz weit außerhalb der Zivilisation und Dörfer (immerhin kastriert) in den Bergen rausgesetzt. Ohne jegliche Versorgung, da fließt weder ein Bach, noch finden die Hunde ausreichend Nahrung und verenden.

Oft werden Skelette mit Fell gefunden. Das Gebiet ist teils nachweislich umweltverseucht, daher ist dort auch keine Menschenseele zu finden. Die Hunde kommen nicht alleine zurecht und das war's dann. Die Wenigsten dort interessiert das Schicksal der Hunde.

Zusammen mit dem mit uns befreundeten Verein Podencorosa helfen wir hier, wo es nur möglich ist. Jeder einzelne Hund zählt. Oft finden wir Familien oder Möglichkeiten zur Hilfe für den ein oder anderen Hund, der in Sizilien bedroht ist.

Wenn schnell gehandelt werden muss, wie bei diesem Rüden, den wir Pino genannt haben, überbrücken wir die Zeit bis ein Transport nach Deutschland möglich ist. Die Suche nach seinem Besitzer blieb erfolglos. Pino wäre Ende Januar in den Bergen ausgesetzt worden, wenn wir ihn nicht reserviert hätten. Wie soll ein 10 Jahre alter Hund da bitte überleben?


Wir wollten ihm unbedingt helfen: Christine Holland von Podencorosa suchte eine Pension, in der er erstmal bleiben konnte bis er wegen Corona endlich Ende Mai ausreisen konnte. Wir mussten die Pension und den Transport mit Hilfe von Paten und Spenden bezahlen, denn aktuell haben wir so viele Notfälle und echt hohe Kosten, dass wir kaum noch hinterher kommen. Weder zeitlich noch finanziell. Da ist jede Spende und finanzielle Hilfe willkommen.